Ein Wink aus alten Zeiten

Einmal erkannt, dass wir nicht nur einmal auf der Erde leben, stellt sich den meisten Menschen dann die Frage, wie wir an diese alten Zeiten gelangen können. Die meisten suchen dann jemand auf, der Rückführungen anbietet. Als ich mich anfangs mit dem Thema beschäftigte, kam ich auch zuerst zu dieser Überlegung. Und dann passierte etwas fast schon Witziges.

 Ich hatte ein paar Monate zuvor mit Meditieren angefangen und so saß ich mal wieder in meinem Raum, hatte eine Kerze angezündet, schloss die Augen und landete plötzlich in einer Szene. Im Übrigen: von Schamanismus hatte ich zu der Zeit gar keine Ahnung, ich kannte das Wort und hatte vielleicht in Archäologie-Bücher etwas darüber gelesen.

 Ich saß also da und beobachtete die Szene: Eine Frau, die Schiffe segnete, anschließend konnte ich sehen, wie die gleiche Frau Kräuter sammelte. Ich wusste sofort: das bin ich. Dieses Wissen verwirrte mich total, denn schließlich war ich das doch nicht – oder doch? Und vor allem fragte ich mich, was denn diese Frau da tue.

 Ich weiß schon nicht mehr, ob es in der gleichen Meditation oder später war, als ich noch mehr aus dem Leben jener Frau sehen konnte. Irgendwann tauchte ein kleiner Sohn auf, und ein Mann, der sie liebte, aber definitiv nicht der Vater des Sohnes war.  Ein paar weitere Szenen erlebte ich dann in Träumen.

 Bald schon erkannte ich, dass ich auch den Mann kenne – in diesem Leben kenne. Zum Glück hatte ich vorher einiges über frühere Leben gelesen und auch, dass man manchmal von selbst in ein solches rutscht. Ein paar Jahre später erzählten mir Teilnehmer einer Kinesiologie-Fortbildung, dass es ihnen bei Sitzungen in 3 in 1 (eine Kinesiologie-Form) geschehen sei, als sie gefragt hatten, aus welcher Zeit das Problem komme.

 Mir wurde damals klar, dass es viele Wege gibt, sich frühere Leben anzusehen. Und wenn die Seele der Meinung ist, dass es nun ansteht, sich diese anzuschauen, dann lässt sie einen regelrecht hineinpurzeln. Oder sie schubst einen mit seltsamen De ja vú Erlebnissen.

 Heute kenne ich sehr viel mehr aus dem Leben jener Sviga, ich weiß, dass sie Schamanin war, wann sie gelebt hat. Und ich weiß von einer Reihe Menschen, wer sie im heutigen Leben sind. Aber das zeigte sich mir nicht an einem Stück, sondern es waren alles Puzzlesteine, die ich dann zusammensetzen durfte. Inzwischen hole ich mir diese Puzzlesteine ganz bewusst und zwar immer in schamanischen Reisen. Weil dies für mich der einfachste Weg ist, an die einzelnen Teile heranzukommen. Gleichzeitig habe ich auch immer die Möglichkeit, nachzufragen, ob ich alles verstanden habe, oder ob es noch mehr zu sehen gibt – oder vielleicht die Zeit noch nicht reif ist.

 Ach ja, wen das interessiert und wer geübt im schamanischen Reisen ist: Dazu biete ich inzwischen auch ein Seminar an, es nennt sich Seelenwanderung.

Über Ursula Zauns

Biologin, Heilpraktikerin, Schriftstellerin, Euklamatiker - oder einfach ein Punkt im Universum, ein göttlicher Funke in menschlichem Gewand
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