Eine Pflanze beim WDR

Am Dienstag, den 28.01.2014 erhielt ich einen Anruf von 1Live, das ist das erste Hörfunkprogramm des WDR. Anfangs verstand ich gar nicht, was die wollten. Doch dann stellte sich heraus, dass sie gerne hätten, wenn ich eine Studiopflanze schamanisch behandeln würde. Meine Arbeit im Studio sollte ein Reporter in ihrer Sendung beschreiben, während ich arbeitete, und anschließend wollten sie mit mir ein Interview führen.

Auf die Idee gekommen waren sie wohl, weil es in Essen eine Pflanzenbörse gab, bei der viele Pflanzen wohl sehr verkümmert waren. Sie hatten sich dann ihre eigene Pflanze angeschaut, die die Blätter traurig hängen ließ. Ich habe keine Ahnung, wie sie auf die Idee verfallen sind, jemand zu fragen, der schamanisch arbeitet, statt einen Pflanzenexperten zu befragen. Ich habe auch vergessen, sie danach zu fragen. Bei einer Recherche im Internet sind sie dann an meiner Adresse hängen geblieben, wie ich vermute auch deshalb, weil ich Biologin bin.

Wir machten dann aus, dass mich ein Fahrer morgens um Acht – für mich sonst die Zeit, wenn ich aufstehe – abholt und mich nach der Sendung auch wieder nach Hause bringt. Ich hatte in einer schamanische Reise gefragt, ob das in Ordnung sei, dass ich für den Sender arbeite. und was ich schon zu der Pflanze wissen dürfe. Denn ich wollte nicht unvorbereitet ins Studio gehen.

Nun, ich durfte nicht nur arbeiten sondern erhielt ausgesprochen interessante Informationen. Erstens einmal war es eine Mischung aus ganz irdischen Dingen – die Pflanze stand zu dunkel, das Substrat war nicht (mehr) in Ordnung und ihr fehlte Luftfeuchtigkeit. Dann kamen aber auch spirituelle – energetische – Hinweise. Zum einen nimmt sie all den Elektrosmog auf, der nun mal in einem Rundfunkstudio nicht zu vermeiden ist. Das hilft zwar den Menschen, die dort arbeiten, aber die Pflanze schaffte es nicht, diesen Smog zu transformieren und so wieder los zu werden. Es kamen auch noch weitere Hinweise, auf die ich hier aber nicht eingehen möchte.

Diese Informationen hatte ich schon dem Redakteur der Sendung per Mail zugeschickt, auch, was ich am nächsten Tag tun würde. Und dann wurde es auch für mich richtig interessant.

Alles junge Leute – nun ja verständlich, hat doch 1Live die jüngsten Zuhörer beim WDR – alle sehr freundlich und in unterschiedlichem Grad offen für Spirituelles. Einen interessierte es mehr, dass ich Biologin bin, einige konnten es einfach so stehen lassen und einer sprach gar aus sich von Spiritualität. Faszinierend ist es, wie auf den Punkt genau diese Menschen die Zeit planen müssen – oder glauben, dies tun zu müssen. Ich hatte einfach nur nach „oben“ gegeben: ‚sorgt dafür, dass alles zeitlich passt’. Und dann war ich fertig mit meiner „Pflanzenbehandlung“ und als der Reporter zur Tür hereinkam – er hatte mich durch eine Glasscheibe beobachtet, damit ich ungestört arbeiten konnte – da meinte er nur: „He, das war klasse. In dem Moment, da ich den letzten Satz fertig hatte, haben Sie aufgehört zu trommeln.“ Worauf ich nur erwiderte: „So funktioniert es, wenn man das nach oben abgibt.“ Und er grinste nur.

Das Interview waren eigentlich zwei, ein sehr kurzes vorher und dann eines nach der „Behandlung“. Als ich dazu ins Aufnahmestudio kam, teilten mir die Moderatoren mit, sie hätten schon Kommentare von Hörern auf Facebook und als E-Mails. Aha, das ist unsere schnelle Zeit und das sind wohl die jungen Hörer.

Inzwischen hat es bei mir auch schon Reaktionen auf die Sendung gegeben, nämlich Anrufe, sowohl von Interessenten als auch von einem Fernsehsender. Bei Letzterem bin ich mir aber noch nicht sicher, ob da etwas draus werden kann. Ich habe nämlich Bedingungen gestellt, und ich hatte das Gefühl, dass der Anrufer erst einmal schlucken musste. Es könnte ja sein, dass die so etwas nicht gewöhnt sind. Keine Ahnung, was da nun passiert. Aber auch das habe ich nach oben abgegeben und nur für mich entschieden, wozu ich bereit bin und wozu nicht.

Das ist ja alles schon wunderbar und spannend. Doch dann stellte ich fest, dass das noch nicht alles war. Gestern Morgen, irgendwie so zwischen Tag und Traum erschien ein Bild vor meinem inneren Auge. Ich sah wieder das Radiostudio, die Leute dort und drei davon sehr viel deutlicher als die anderen. Das war zum einen der Redakteur, einer der Moderaten und dann der, der meine Arbeit beschrieben hat. Dann bildete sich auf der anderen Seite meines Auges ein zweites Bild, dort sah ich ebenfalls drei Männer, dieses Mal aber in der Kleidung der Fugger. Die beiden Bilder bewegten sich aufeinander zu und verschmolzen fast, aber nur fast. Es war eher so, wie wenn man Transparentbilder hat und davon zwei übereinander legt. Und dann machte es bei mir Klick. Ich habe ja einmal als Teppichweber in jener Fuggerzeit gelebt. Und als ich daran dachte, erhielt ich auch die Erklärung. Jetzt wusste ich, warum mir diese Drei so vertraut waren. Ich kannte sie aus jener alten Zeit. Damals webten sie Teppiche, heute weben sie mit Tönen und Worten.

Über Ursula Zauns

Biologin, Heilpraktikerin, Schriftstellerin, Euklamatiker - oder einfach ein Punkt im Universum, ein göttlicher Funke in menschlichem Gewand
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1 Response to Eine Pflanze beim WDR

  1. dolphindance sagt:

    Super liebe Ursula….du bist ihnen irgendwie auch bekannt vorgekommen. zwinker
    Und ja….das war noch nicht alles….spannend! Delfinherzgruss Shyla

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