Eine Pflanze in den Medien – der Geschichte zweiter Teil

Ich hatte letztens davon berichtet, dass ich bei einem Rundfunksender eine Pflanze schamanisch behandelt hatte. Eine Reaktion darauf war der Anruf eines Fernsehsenders. Hier nun die Geschichte dazu.

Noch am gleichen Tag, die Sendung bei 1Live war gerade ein paar Stunden her, da klingelte bei mir das Telefon und es war jemand von RTL dran. Der Mann meinte, er habe die Sendung im Radio gehört und sie wollten das jetzt auch im Fernsehen bringen. Erste Frage von ihm war: „Hat sich schon ein anderer Sender bei Ihnen gemeldet?“ Nein, hatte sich natürlich noch nicht.

Vor ein paar Jahren hätte ich noch kategorisch abgelehnt, doch dieses Mal meinte ich nur, ich müsse erst einmal nachforschen, ob das funktionieren würde – was für mich hieß, ich mache erst einmal eine schamanische Reise dazu. Ich bat ihn also, mich am Spätnachmittag noch einmal anzurufen. Ich war gerade beim letzten Bissen meines Mittagessens, da klingelte wieder das Telefon, es war derselbe Mann dran mit der Frage, ob ich gerade eben versucht hätte, ihn anzurufen. Ich: „Nö, ich sitze gerade beim Essen. Wir hatten fünf Uhr ausgemacht.“

Dann machte ich die Reise und erhielt interessante Hinweise. Ich solle erst einmal darauf eingehen, aber Bedingungen stellen, für mich Entscheidungen treffen und vor allem bei mir bleiben. Gegen vier Uhr klingelte dann wieder das Telefon, ein anderer Mann von RTL dran. Der Kollege habe ihm Bescheid gegeben und sie kämen am nächsten Morgen zum Drehen. Ich erwiderte darauf nur: „Nein, geht nicht. Morgen habe ich keine Zeit, ja die ganze Woche nicht mehr. Ich habe mit Ihrem Kollegen ausgemacht, dass er mich anruft und wir dann einen Termin ausmachen.“

„???“

Diese Fragezeichen sagte er natürlich nicht, aber ich nahm sie regelrecht im Äther wahr. Dann, als müsse er sich schnell fassen, fing er an, weiterzuspinnen. Man könne doch auch in eine Gärtnerei gehen, da auch mit einem Floristen sprechen und, und, und. Ich ließ ihn reden, meinte dann nur. „Ich kann aber nur arbeiten, wenn Sie wirklich eine kranke Pflanze haben. Ich tue nicht einfach nur so. Und außerdem benötige ich dafür vorher Zeit, um zu sehen, was ansteht.“

 Ich nahm wieder zuerst die Fragezeichen wahr, dann machte er den Vorschlag, doch eine Pflanze von mir zu nehmen, worauf ich erwiderte, ich hätte keine kranken Pflanzen. Ja, dann könne ich doch einfach eine Pflanze betanzen. Worauf ich sagte, einfach so täte ich das nicht, außerdem würde ich nicht tanzen. Wieder erschienen die Fragezeichen.

Einige Zeit später erhielt ich dann wieder einen Anruf, das mit der kranken Pflanze würde sich schwierig gestalten, aber sie hätten ein Pflanzencenter gefunden. Sie kämen dann erst zu mir, würden dann mit mir zusammen zu dem Center fahren und mich natürlich auch wieder nach Hause bringen. Ich sagte ihm noch einmal, dass ich vorher wenigstens ein Bild der Pflanze benötigte, sonst könne ich nicht arbeiten. Und er meinte, das würde er mir dann einen Tag vorher per Mail zusenden. Bisher ist das allerdings noch nicht geschehen und heute – da ich diesen Teil des Textes schreibe – ist ein Tag vor dem geplanten Drehtermin.

Es war interessant, was ich in der Reise noch sah. Ich hatte mir unterschiedliche Wege angesehen: Ich lehne einfach kategorisch ab, ich lasse mich auf alles ein und noch mehr. Es kam ganz klar heraus, dass einfach kategorisch ablehnen nicht der beste Weg sei. Anscheinend habe ich da irgendeine Aufgabe und da ich immer wieder den Hinweis erhielt, es sei alles in Ordnung und ich solle einfach nur bei mir bleiben, beobachte ich zurzeit das Geschehen eher amüsiert. Ich habe auch schon so eine Ahnung, was der Grund sein könne. Doch damit warte ich, bis diese Geschichte zu Ende ist – wie auch immer sie zu Ende geht.

Und es wäre natürlich nicht ich, wenn ich mir nicht das Vergnügen machen würde, das alles schriftlich festzuhalten.

Jetzt ist die Geschichte noch schneller zu Ende gegangen, als ich vermutet habe. Keine Stunde, nachdem ich diesen ersten Text geschrieben hatte, klingelte wieder das Telefon, eine Handynummer. Am Apparat wieder der Mann von RTL, dieses Mal noch hektischer. Er wolle mir nur mitteilen, dass sie es einfach nicht mit dem Dreh am nächsten Tag schaffen würden: zu wenig Zeit, keine kranke Pflanze gefunden, das Gartencenter sei auch abgesprungen. Und also könne ich über meine Zeit am nächsten Tag verfügen. Sie würden natürlich weiter recherchieren. Wenn sie zu einem Ergebnis kämen, würden sie sich wieder bei mir melden.

Ich bedankte mich für die Information und drückte das Gespräch weg. Dann brach ich zuerst einmal in lautes Lachen aus. Dann war mein erster Ruf: „He, ihr da oben. Ihr seid wirklich gut, ist seid erstklassig.“

So, jetzt werde ich als nächstes eine schamanische Reise machen und nachfragen, ob ich noch etwas erfahren darf. Ich fände es natürlich schön, wenn mir ein paar Hintergründe genannt würden. Aber das ist – dessen bin ich mir sehr bewusst – eher menschliche Neugier. Und wenn ich nichts erfahren sollte, ist auch das in Ordnung. Ich weiß schließlich, dass dies alles einen tieferen Sinn hatte.

Ich hatte es ja schon geahnt. Ich habe die Reise gemacht und es hieß als erstes, bei diesem Sender kenne man nur zwei Reaktionen auf eine solche Anfrage: totale Ablehnung oder totale Begeisterung. So wie ich reagiert habe, das kennen sie nicht. Und deshalb wussten sie auch nicht, wie sie reagieren sollten. Hinzu kam wohl, dass alles nicht wie gewohnt lief, und da wurde es denen – wahrscheinlich unbewusst – unheimlich. Deshalb die Absage. Nun ja, für mich war es wieder eine wunderbare Lektion in Vertrauen.

Was mir aber auch aufgefallen ist, das ist die unterschiedliche Energie, die ich bei den beiden Sendern – WDR und RTL – wahrgenommen habe. Bei den einen Begeisterung für ihre Arbeit, ein Eingehen auf den anderen Menschen und wirkliches Zuhören (das bei 1Live) und bei den anderen chaotisches Planen, gar nicht hinhören auf das, was der andere sagt und fast so etwas wie ein Anrennen gegen eine Wand. Nichts vom im Fluss sein, wie ich das im Radiostudio wahrgenommen habe.

Wie wundervoll, dass ich das erfahren durfte. Danke an meine eigene innere Weisheit und Danke an die menschlichen Engel, die sich für diese Erfahrung zur Verfügung gestellt haben.

Über Ursula Zauns

Biologin, Heilpraktikerin, Schriftstellerin, Euklamatiker - oder einfach ein Punkt im Universum, ein göttlicher Funke in menschlichem Gewand
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