Die Freiheit, sich Grenzen zu setzen

Ich habe diesen Text vor über drei Jahren geschrieben, aber ich finde, er passt immer noch. Vor allem aber halte ich dieses Thema für sehr wichtig. Es ist auch für mich interessant, ihn nach so langer Zeit noch einmal zu lesen.

Das Problem hatte sich damals nicht einfach aufgelöst, jedenfalls wenn man es rein nur aus menschlicher Sicht bertrachtet. Aber dieser Prozess hat mir regelrecht einen Schub gegeben. Und außerdem führte es letztenflich dazu, dass mehr Leute zu mir kamen und mehr Geld floss – aber nicht durch das, was im Außen geschehen war. So wirkt eben die neue Energie -scheinbar absolut unlogisch.

Sonntag, 08. August 2010

Ich hätte diesen Text vor einem Jahr schreiben können oder auch vor einem Monat. Und doch ist anscheinend genau jetzt die richtige Zeit, es zu tun. Denn im Außen kamen in den letzten Tagen ein paar Dinge zusammen, die nun der Auslöser dafür sind, mich dem zu stellen, was angesehen werden will. Zurzeit wirkt das alles, als wäre es ein Wust aus dichten Fäden, ein Fallstrick oder aber auch ein Netz das auffängt. Was es letztendlich ist, weiß ich noch nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir das Schreiben dieses Textes dabei helfen wird, genau das herauszufinden.

Es ist ja nicht so, als würde ich das, was passiert ist, nicht kennen. Ja es kommt mir sogar so vor, als zöge es sich wie ein feines Muster durch die ganzen letzten Jahre. Feines Muster deshalb, weil so viel anderes, das geschieht, es zuzudecken scheint. Dieses Andere hat sich im Laufe der Jahre kontinuierlich entwickelt – so wollte es mir zumindest scheinen – doch immer wieder kamen diese Prüfsteine dazwischen, bei denen ich mich beim ersten Mal fürchterlich ärgerte, dass man mich ausgetrickst hatte, dann irgendwann ärgerte ich mich mehr über mich selbst, dass ich nicht genug aufgepasst hatte. Doch jetzt im letzten Fall fühlte ich auf einmal, dass alles anders war. Ich spürte ein ganz seltsames Gefühl, so einen leisen Druck gegen die Brust, nicht wirklich unangenehm aber auch nicht angenehm.

Dann kam die Erkenntnis – und es ist nicht wirklich das richtige Wort, doch mir fehlt zurzeit noch ein besseres –, dass ich mir das selbst erschaffen hatte. Wenn ich davon ausgehe, dass ich für alles verantwortlich bin, dann auch für solche Situationen. Ich kann nicht sagen, die guten habe ich mir kreiert, so etwas aber nie im Leben. Dann tauchte zuerst die Idee auf, das habe ich mir kreiert, um etwas zu lernen. Doch das fühlte sich nicht richtig an, machte auch irgendwie keinen Sinn. Dann die neue Erkenntnis, nein, es ist ein Spiegel meines Innern. Da ist etwas in mir – im Moment noch unbekannt – das sich in dieser absolut bescheuerten Situation im Außen spiegelt.

Nun kenne ich das durchaus auch aus anderen Fällen. Da schaue ich mir dann an, woher es kommt – oft ist es ein Fluch, den ich selbst einmal auf mich gelegt habe, eine Erfahrung in einem anderen Leben, in der ich stecken geblieben bin, ein Anteil von mir, der nicht richtig integriert ist. Wenn ich das umsetze, mir selbst sozusagen auf die Beine helfe, dann spüre ich Erleichterung und meist auch relativ schnell Veränderung. Ich kenne auch – aus eigener Erfahrung und aus Berichten von Freunden –, dass man lange Zeit an einem Thema zu arbeiten scheint, ohne dass sich ein Ergebnis abzeichnet. Plötzlich meldet sich das Ganze noch mal, man tut eine Kleinigkeit, so kommt es einem zumindest vor, und mit einem Fingerschnippen ist alles erledigt. Manchmal sind es Kleinigkeiten manchmal auch riesengroße Brocken.

Doch hier dieses Thema geht darüber hinaus. Natürlich hat es auch mit all dem genannten zu tun, aber da ist noch irgendetwas anderes, Unnennbares, Unfassbares. Etwas, dass sich jedem Festhalten entzieht, glitschig wie ein Fisch, den man an Land ziehen will, schleimig wie eine Schnecke und doch – trotz allem – faszinierend, dass man aufpassen muss, dass man nicht zum Kaninchen wird, das sich von der Schlange betören lässt.

Was das Ganze für mich so unfassbar machte, war, dass es mit anderen Entscheidungen und Arbeiten zusammenfiel. Entscheidungen, die schon lange getroffen werden wollten, und wozu ich mich endlich durchgerungen hatte, Begeisterung für eine neue Arbeit, ein Schub von Kreativität, der mich geradezu mitriss. Ich glaubte, eine ganze Reihe Muster und Widerstände losgelassen zu haben. Und dann auf einmal das, wie ein Schlag ins kalte Wasser.

Früher hätte es dazu geführt, dass ich alles andere in Zweifel gezogen hätte. Sozusagen als Hinweis genommen darauf, dass meine Entscheidungen doch falsch waren. Inzwischen weiß ich aber, dass es kein richtig oder falsch gibt. Das ist so ein Wissen aus dem Bauch, das ich nicht erklären und auch nicht richtig beschreiben kann. Es ist einfach da. Wenn dem aber so ist, dann musste die Situation einen anderen Grund haben. Hier hielt ich inne. Wieso glaubte ich das? Das war eine logische Schlussfolgerung. Woher will ich eigentlich wissen, dass diese Abläufe logischen Gesetzen folgen. Oft genug hatte ich doch erlebt, dass genau dies nicht der Fall ist.

Als nächstes fiel mir ein, dass ich in den letzten Tagen immer wieder über Ho ’oponopono gestolpert war. Nach langem hin und her hatte ich auch Sätze gefunden, die sich einfach gut anfühlten – für mich. Es tut mir leid – Ich liebe mich – Ich verzeihe mir – Ich danke dafür. Und dann, was mir fast noch besser gefiel: Ich übergebe es dem Göttlichen – Ich bin bereit, Wunder zu bezeugen.

Ein paar mal gesagt, und mir ging auf, dass tatsächlich ein Wunder notwendig würde, um das alles rückgängig zu machen. Kaum war der Gedanke gedacht, fühlte ich schon wieder dieses unangenehme Gefühl. Also schnell die Sätze noch einmal formuliert. Irgendwann kam der Zeitpunkt, da mir das nicht ausreichend erschien. Also versuchte ich in einer inneren Reise, an Informationen zu gelangen. Mit selber trommeln, was ich sonst in der letzten Zeit immer machte, wollte es nicht gelingen. Also stellte ich nach ewigen Zeiten wieder meine Trommel-CD an und begab mich richtig klassisch auf eine schamanische Reise.

Meine Frage stellte ich ganz allgemein: Was darf ich dazu wissen? Als erstes rutschte ich in eine Szene, in der ich mich als eine ziemlich wichtige Persönlichkeit sah, die ihre Wichtigkeit ausnutzte. Ich tat mit anderen genau das, über das ich mich in diesem Leben aufregte, wenn man es mit mir tat. Soweit erschien es mir wie immer. Doch dann plötzlich fühlte ich einen Zug am Hals, eine Schlinge, die sich darum legte, ein Mensch der diesen einst so wichtigen Mann wegschleppte, ja regelrecht über den Boden schleifte. Das hieß für mich, er musste am Ende seines Lebens dafür büßen, dass er die Gutmütigkeit und Gutgläubigkeit anderer ausgenutzt hatte. Aha. Daher also mein Ärger, dass das in meinen Fällen heute nicht geschehen war. Es waren nämlich immer Fälle gewesen, in denen der anderen Partei nichts vorzuwerfen gewesen wäre. Ja, im Grunde musste ich mir sogar sagen, dass aus klassischer Sicht – sprich duale Marketingüberlegungen – sogar meine Entscheidung richtig war. Nur in meinem Fall waren sie es nie, nämlich in dem Sinne nicht, dass es auch nur zu irgendetwas geführt hätte, außer dass es mich Geld kostete. Im Übrigen passiert mir so etwas im Privatleben so gut wie nie.

Soweit war ich nun gekommen – aber da war immer noch etwas, das fühlte ich. Als nächstes zeigte sich ein mir schon bekanntes Leben. Da hatte ich jegliches menschliche Gefühl abgestellt. Aha, in dem anderen war wohl das schlechte Gewissen das gewesen, was letztendlich zu der Festnahme geführt hatte. Dann aber tauchte bei mir die Frage auf: Was nutzt mir das alles? Es ist ja schön und gut, eine Erklärung zu haben, nur was soll ich damit. Das hilft mir in der heutigen Situation nicht wirklich weiter.

Dann die überraschende Antwort. Willst du in deiner Geschichte stecken bleiben oder willst du darüber hinausgehen? Möchtest du die Grenzen, die du selbst einmal gesetzt hast, respektieren und dadurch dich weiterhin eingeengt fühlen, oder willst du sie niederreißen? Willst du innerhalb der Mauern leben, die dich bisher geschützt haben, oder bist du bereit, sie niederzureißen und endlich frische Luft zu atmen? Bist du bereit, ein Wunder zu erleben, oder zweifelst du immer noch? Vertraust du dir oder willst du weiter in Ungewissheit leben? Bist du bereit, einen ungewöhnlichen Schritt zu gehen?

Nun ja zugegeben, das waren eher Fragen als Antworten. Aber mir wurde schnell klar, dass ich keinen Schritt weiterkäme, wenn ich diese Fragen nicht beantworten würde. Also sagte ich, ja, ich wäre bereit, über meine Geschichte hinauszugehen, ich war bereit, jegliches Risiko einzugehen. Sonst würde ich immer wieder im Außen die gleichen Spiegel sehen, und es wurde inzwischen irgendwie langweilig. Ich fand es an der Zeit, einfach einen Schritt weiterzugehen. Und war ich nicht schon ein paar Mal über einen Abgrund gesprungen? Doch schnell merkte ich, dass es nicht vergleichbar war. Das erste, was ich tun sollte war, den Vertrag, um den es aktuell geht, zu vernichten – wohlgemerkt, in der schamanischen Reise. Ich zerriss ihn und verbrannte ihn anschließend. Dabei fühlte ich fast eine wilde Freude. Der nächste Schritt stellte sich als schwerer heraus. Bist du nun bereit, das andere uns zu überlassen? Das sollte heißen, reagiere überhaupt nicht und dann erwarte Wunder?

Und da wurde es mir klar – soweit einem überhaupt etwas klar werden kann: Kleine Wunder hatte ich schon eine ganze Reihe erlebt. Bewegende, schöne, überraschende, erwartete; aber seltsamerweise gab und gibt es Bereiche in meinem Leben, die anscheinend von Wundern ausgeschlossen sind. Da musste in mir ein Grenzzaun sein, so in etwa formuliert: bis hierhin sind Wunder erlaubt, darüber hinaus gibt es keine, oder kann es keine geben oder gibt es für mich keine. Woher kam diese Grenze? Die konnte ich nur selbst aufgebaut haben – wer sonst sollte das getan haben? Es war auch gleichgültig, warum ich sie gezogen hatte. Tatsache war, dass sie existierte. Ich konnte sie in der schamanischen Reise regelrecht sehen. Wenn ich sie aufgebaut hatte, dann konnte ich sie auch wieder abreißen. Wenn ich die Kraft hatte, eine imaginäre Grenze zu ziehen, dann habe ich auch die Kraft, sie wieder aufzulösen. Sie mochte ja mal Sinn gemacht haben, jetzt machte sie keinen mehr.

Und dann erlebte ich die geradezu wilde Lust, etwas einzureißen. Plötzlich wurde mir klar, woher Zerstörungsdrang kommen kann. Doch wer die inneren Mauern nicht antasten will – warum auch immer – der reißt dann äußere Mauern ein, ohne Rücksicht auf andere Menschen. Oder er zerstört seinen Körper, statt die inneren Grenzen zu zerstören, die ihn hindern, frei zu leben.

Doch wenn es eine solch wilde Freude macht, diese Grenzen aufzulösen, die Mauern niederzureißen und alles in ein Chaos zu verwandeln, warum hatte ich es dann nicht schon längst getan? Die Idee als solche war mir doch nicht vollkommen neu. Was hatte mich an der Mauer vorbeisehen lassen, sie übersehen lassen? Wieso hatte ich die Träume, die darauf hingedeutet hatten, nicht verstanden, oder als Hinweis genommen, etwas zu tun? Oder hatte ich sehr wohl etwas getan? Nämlich den Spiegel im Außen erschaffen, damit es mir klarer wurde? Damit ich erkannte, wo genau die Mauer stand, wie sie beschaffen und welches Werkzeug ich benötigte, um sie abzureißen.

Es ist im Moment eine aufregende und spannende Zeit. Das Problem im Außen existiert noch und tut es doch nicht. Ich kann dort sowieso nichts tun außer den Betrag zahlen, weil ich vergessen hatte, rechtzeitig zu kündigen – so ist das mit dem Kleingedruckten.

Als nächstes verstand ich, dass auch der seltsame Tag, den ich erlebte – ehe ich die Nachricht im Briefkasten fand – ebenfalls etwas damit zu tun hatte. Es fielen mir Momente ein, die ich nicht verstanden hatte, Bemerkungen, die mir seltsam klangen – und alles schien irgendwie eine Melodie zu singen. Es zeigte mir Eigenschaften von mir, die ich nicht wahrgenommen hatte. Es ist eines zu wissen, dass man alles ist, dass alles, was im Außen kommt, ein Spiegel für das Innere ist. Es ist ein anderes einen bestimmten Teil davon direkt zu erleben. Es ist eines etwas zu spüren oder zu ahnen, ein anderes, wenn ein anderer Mensch es ausspricht und man sogleich die Resonanz spürt.

Und es ist seltsam: da hörte ich Sätze, die mir falsch vorkamen, die dem, was ich gelernt hatte, widersprachen. Und doch fand ich darin Hinweise, die mir Dinge zeigten, die ich vorher nicht beachtet hatte. Das wusste ich natürlich nicht, als die Sätze gesprochen wurden. Denn schließlich existierte da ja noch gar nicht das Problem – oder genauer gesagt, da kannte ich es noch nicht, weil der Brief noch ganz unschuldig in meinem Briefkasten lag.

Ich hatte mich bei dieser einen Besucherin schon gefragt, weshalb sie da war und so gar nicht gehen wollte. Ich hatte sowieso den ganzen Tag das Gefühl, dass seltsame Besucher kamen. Interessiert und doch nicht interessiert. Aufmerksam, und dann doch wieder nicht. Ich hatte Dinge beobachtet, die ich nicht ganz korrekt fand – dual betrachtet – sagte aber nichts. Und abends – nach dem lesen des Briefes wurde mir klar, dass ich mich nie so verhalten hätte, zumindest in diesem Leben. War es der Spiegel eines kleinen Rebellen in mir gewesen, der sich da im Außen gezeigt hatte? Das würde auch zu den seltsamen Sätzen der anderen Besucherin passen.

Nach diesem seltsamen Tag erlebte ich eine ebenso seltsame Nacht. Zwar konnte ich relativ gut schlafen, und doch wurde ich hin und wieder wach und musste an den Brief denken. Immer dann, wenn ich das spürte, sagte ich mir wieder die Sätze aus dem Ho `oponopono vor. Und dann tanzten weitere Erkenntnisse vor mir herum, als Gefühle, Energien, Gedanken. Es hatte etwas mit Selbstliebe zu tun, der Liebe zu meinem Körper, Wünschen und Sehnsüchten. Ich gab dem allen Raum und schlief jedes Mal wieder schnell ein.

Gegen Morgen war der erste Impuls, diesen Text hier zu schreiben. Ich habe das Gefühl, dass da etwas Besonderes abgeht, für mich Besonderes. Wäre ich ein Maler, würde ich es in einem Bild erfassen, oder als Musiker es in Noten festhalten. Doch mein Werkzeug sind die Worte ist die Sprache, also versuche ich über das Aneinanderfügen von Worten und Sätze festzuhalten, was da geschieht. Ich weiß von der Unmöglichkeit Unnennbares zu benennen, von dem Tanz auf dem Drahtseil, wenn ich versuche Mehrdimensionales in zwei Dimensionen zu pressen. Aber es war so viel, das mir heute Morgen deutlich wurde, dass ich es in Materie halten wollte. Für wie lange, das weiß ich nicht. Wenn ich es zu bannen versuche, wird es womöglich auch zu einer Grenze, die mich einengt. Witzigerweise habe ich aber eher das Gefühl, dass ich mich befreie, indem ich die Sätze banne.

Ich habe es mich schon oft gefragt, und heute Morgen war es ganz stark präsent: warum reicht es manchmal nicht, ein Problem zu erkennen und zu benennen? Was nutzen mir in dem Moment all die Techniken, die ich gelernt habe? Und die mir schließlich über Jahre und in vielen Situationen gute Dienste geleistet haben? Was ist dieses Mal anders als sonst? Zum einen ist es dieses Gefühl von etwas Glitschigen, das einem ständig wegrutscht – wie der Fisch. Es gibt nirgendwo einen Halt, so scheint es. Es gibt keinen Anfang und kein Ende, keinen roten Faden, keine Logik, auch keine innere, scheinbar keine Hilfestellung und damit irgendwann ein Gefühl von Hilflosigkeit. Allerdings stimmt das auch nicht ganz, denn tief in mir war das Wissen, dass da sehr wohl Hilfe ist und auch eine Lösung. Nur wo? Für einen Moment erschien mir alles sinnlos. Hatten wir die Erfahrungen nicht schon tausendmal gemacht. Müssen wir es denn immer und immer wiederholen? Dann die Erkenntnis: das stimmt nicht, das ist eine neue Erfahrung und genau deshalb fühlst du dich so hilf- und wehrlos. Es gibt keine Standardantwort darauf. Nur deine Entscheidung, ob du es dir ansehen oder gehen willst. Es ist leicht, Freude zu halten, wenn es dir gut geht. Kannst du sie auch halten, wenn es scheinbar unangenehm wird? Aber was passiert, wenn ich mich in einer solchen Situation für Freude entscheide? Ist es nicht geradezu abartig, in so einem Moment von Freude zu reden, geschweige denn sie zu fühlen. Dann die Überraschung: eine wilde Freude, ein Abenteuer zu bestehen, stellt sich ein. Zuerst etwas zögerlich, dann stärker. Immer wieder kippt es in etwas, das fast schon nach Angst schmeckt, aber nur fast. Sehr schnell kehrt die wilde Freude zurück. Dann die bewusste Entscheidung, ich schaue mir an, warum ich die Grenze noch haben wollte, mag die Erkenntnis noch so unangenehm sein oder peinlich – peinlich deshalb, weil ich mir eingebildet hatte, ich hätte das alles schon längst erledigt.

Es ist nicht so, als hätte ich mit meinem Verstand alles erfasst, was da in den letzten vierundzwanzig Stunden abgelaufen ist. Ich habe inzwischen eine ganze Reihe Ereignisse einsortieren können, bei denen ist mir klar geworden, dass auch sie zu dem Gesamtgeschehen gehören. Wahrscheinlich wird sich in der nächsten Zeit noch mehr melden.

Kurz nach dem Entschluss, dies alles in Worte zu fassen, hatte ich dann noch ein geradezu surreales Erlebnis. Als mir klar wurde, dass es an der Zeit ist, diese inneren Grenzen aufzulösen – was bedeutet, dass ich zuerst einmal ihr Vorhandensein nicht länger leugnen darf – ja da erschienen auf einmal die abwegigsten Bilder. Ich hatte mir selbst laut erklärt, dass sich alles, wirklich alles auflösen dürfe, und durchaus auch im Außen. Ich sah mein Haus in tausend Stücke zerfallen und empfand selbst dabei wilde Freude – und dabei liebe ich dieses alte Haus, lebe gerne in ihm und fühle mich wohl. Als nächstes kam mein Körper dran – und da wurde mir plötzlich klar, dass dies nicht notwendig ist, wenn ich die inneren Grenzen sprenge. Alles im Außen ist doch nur ein Hinweis, dass sich da im Inneren etwas verändern will.

Es war meine eigene Bequemlichkeit gewesen, die dazu geführt hatte, dass ich die Hinweise übersah. All die kleinen Arbeiten hatte ich immer gerne gemacht, selbst Sprünge über den Abgrund hatten mir keine Sorgen bereitet. Aber diese Veränderung ist anders – wie anders kann ich noch nicht sagen. Ich weiß inzwischen, dass ich mit meinen Entscheidungen dazu die Erlaubnis gegeben hatte. Es war wie eine Abrissgenehmigung, die man dann widerruft. Nach den Entscheidungen hatte ich angefangen, weiter in meinem Haus (meinem tatsächlichen) auszumisten – auch das hat den Prozess gefördert. Und anscheinend war der Knall im Außen notwendig, endlich wirklich mit dem Abriss zu beginnen. Der Kreative erschafft aus dem Chaos, hat mir mal ein Tänzer gesagt. Anscheinend bin ich gerade dabei, dieses notwendige Chaos zu erschaffen. Und wenn ich mir im Außen so ansehe, was alles passiert, finde ich selbst das wundervoll gespiegelt. Ich bin anscheinend nicht die Einzige, die Chaos erschafft. Ich entdecke aber gerade erst die Freude, die daraus entstehen kann – oder damit einhergeht.

Ob es bei diesem Text bleiben wird, oder ob in Zukunft noch mehr dazu kommt, weiß ich im Moment noch nicht. Ich habe das Gefühl, dass ich noch nicht alles festgehalten habe. Aber das Andere widersetzt sich noch dem Fassen in Worte. Anscheinend ist der alchimistische Prozess noch nicht abgeschlossen. Und so warte ich, bis das nächste fließt.

 

Ein paar Stunden später

Wenn ich das alles so überdenke, dann stelle ich fest, dass die Hauptschwierigkeit darin liegt – oder lag – dass es keine Erklärung geben konnte. Für einen Moment packte es mich und ich meinte – ich glaube, ich habe es sogar laut gesagt – was soll das alles, da ist wohl dann doch mein Verstand gefragt und damit alte Lösungen. Sehr schnell aber merkte ich, dass das gar nicht möglich war. Kryon hat mal gesagt, ihr könnt nicht entwissen. Das mag stimmen. Was aber auch stimmt ist, dass wir nicht nur nicht entwissen können, wir können auch mit den Lösungen nicht auf alte Wege zurück. Irgendwie, so habe ich das Gefühl, ist mir dafür das Gespür abhanden gekommen. Ein wenig kam es mir so vor wie früher in der Biologie. Da hatten die Studenten, die viel Draußenarbeit betrieben, einfach keinen Zugang mehr zur Laborarbeit, sie waren sozusagen „verdorben“ durch das viele in der freien Natur sein. So kam es mir nun auch vor. Ich war – bin – ebenfalls „verdorben“ durch all das viele in der Freiheit sein, die mechanischen Wege sind schlicht und einfach nicht mehr erreichbar. Und dann stellte ich fest, dass ich sie auch gar nicht mehr erreichen will. In der Medizin habe ich das bei mir ebenfalls bemerkt. Es ist für mich einfach nicht mehr stimmig, was auch immer schulmedizinisch anzugehen. Mein Glaube an deren Wirksamkeit ist mir im Laufe der Jahre abhanden gekommen. Ohne den wirkt aber auch die Schulmedizin nicht. Und so könnte ich noch einiges aufzählen. Anscheinend gibt es zwar Punkte, an denen wir zurückkehren könnten, wenn wir denn wollten, aber irgendwann kommen wir an einen „Point of no return“ und danach geht das andere nicht mehr. Das ist so, als würde ich Anlauf zu einem Sprung nehmen, bis zu einem bestimmten Punkt kann ich noch abbremsen. Aber dann kommt der Punkt, da habe ich soviel Bewegungsimpuls, da kann ich nur noch springen oder aber ich falle – platt formuliert – auf die Schnauze. Nun ja, dann springe ich ehrlich gesagt lieber.

Und seltsam, wenn ich diesen Entschluss einmal gefasst habe, fühlt sich der Sprung plötzlich gut an, ich weiß zwar nicht, wohin ich springe, aber ich vertraue einfach mal, dass unter mir Sand ist und kein hartes Gestein. Womöglich stelle ich sogar fest, dass ich fliegen kann. Das hätte ich nie herausgefunden, wenn ich den Sprung nicht gewagt hätte. Übrigens habe ich im Moment das Gefühl, ich bin noch in der Luft – im Sprung sozusagen. Ist ein ganz eigentümliches Gefühl. Vielleicht kann ich ja bald feststellen, auf was ich da falle.

Was ich ebenfalls feststelle ist, dass mir Hinweise von anderen – und auch noch so weisen Menschen – nichts helfen. Sie stecken schließlich im Moment nicht in meiner Haut. Ganz anders sieht es bei den ganz normalen lieben Mitmenschen aus, die einfach nur liebevoll mein Wagnis begleiten.

Heute Morgen ist mir dann noch eine weitere Erkenntnis gekommen. Etwas, das ich schon vor Tagen im Forum gelesen hatte, etwas zur astrologischen Qualität der momentanen Zeit. Ich sah dabei regelrecht ein Bild. Der Herrscher meines Sonnenzeichens – und auch des Zeichens meiner Venus – flirtet mit ebendieser (weniger poetisch ausgedrückt steht mit ihr in Konjunktion) und dieser Kerl – sprich Saturn – hat viel mit Begrenzungen zu tun. Und dann steht ihnen auch noch Uranus – der große Veränderer – genau gegenüber in Widder – dabei steht der auch in meinem Geburtshoroskop in Opposition zu Venus und Sonne – in Steinbock. Alles klar? Mir inzwischen schon.

 

Dienstag, 10. August 2010

Es zieht immer weitere Kreise. Ich scheine wirklich Grenzen eingerissen zu haben. Und auf einmal zeigen sich noch weitere Hinweise im Außen – zum Teil solche, die scheinbar gar nichts mit mir zu tun haben.

Mit dem Moment, da ich erkannte, dass die von mir gewählte Wortwahl der Ho `oponopono Sätze vollkommen in Einklang stehen mit dem, was ich schon vor einiger Zeit bei Story Waters gelesen und für mich als absolut stimmig gefühlt habe, spüre ich regelrecht die Kraft der Sätze.

Es ist schon einige Zeit her, da las ich, dass in mir nicht deshalb eine Stimmung entsteht, weil etwas im Außen passiert, sondern dass ganz im Gegenteil das im Außen geschieht, weil eine Stimmung in mir ist – also sozusagen das Außen mir nur zeigt, was in mir ist. Ich spürte damals eine ganz starke Resonanz mit dieser Aussage und mir war klar: dies ist meine Wahrheit. Ich habe es eigentlich schon immer gewusst, jetzt stand es da, in Worte gefasst. Und dann, weil dies für mich so klar war, las ich weiter – Story Waters, sowohl seine Texte: You are God, get over it, als auch die Messiah Seeds. Vieles, was er im Letzteren als Wahl beschreibt, führte bei mir zu heftigem Kopfnicken. Wieder fand ich Wörter für das, was ich schon längst wusste oder ahnte.

Jetzt geht mir auf, dass ich diese Wahlen tatsächlich getroffen hatte. Es war damals so selbstverständlich gewesen, dass ich mir gar keine großen Gedanken gemacht habe. Auch nicht darüber, was dies letztendlich bedeuten könnte.

Witzigerweise brauchte ich aber die Worte des Ho `oponopono um dies alles tatsächlich zu erkennen. Als ich immer wieder laut sagte: Es tut mir leid; ich liebe mich; ich verzeihe mir; ich danke dafür, da wurde mir auf einmal klar, dass ich damit wirklich voll und ganz akzeptiere, dass das, was ich erlebe, von mir erschaffen wurde, und zwar alles. Mir fielen plötzlich wieder die Sätze von Story Waters ein, die ich schon ein paar mal gelesen hatte, mir fielen meine eigenen Erkenntnisse ein, die ich in den letzten Jahren gehabt hatte, und auf einmal schien sich ein Kreis zu schließen und damit Mauern und Tore zu öffnen.

Ich sehe plötzlich Bilder, sozusagen Potentiale, wo das, was im Moment passiert, hinführen könnte. Nicht, dass es dann tatsächlich so eintrifft. Das ist eher unwesentlich. Sondern es zeigt mir – mal wieder –, wie scheinbar Unangenehmes im Gesamtbild nicht nur Sinn macht, sondern zu einem Ergebnis führt, das weit stimmiger ist, als alles, was ich mir hätte einfallen lassen können. Und dann fiel mir ein, dass ich genau das schon vor vielen Jahren erlebt hatte. Da habe ich mich über zwei Jahre durch etwas gequält, nicht wissend, dass es zu meinem Besten war – damals hätte ich diesen Gedanken vehement abgelehnt – und Jahre später erkannte ich dann, dass ich mich genau da hin geführt hatte, wohin ich eigentlich schon von Jugend an hinwollte. – Eigentlich wollte ich schreiben, dass es mich genau dahin geführt hatte, als ich aber den „Verschreiber“ las, wurde mir klar, dass es so viel richtiger formuliert ist. –

Mir ist auf einmal bewusst geworden, dass selbst das, was man so schön als „nicht meine Energie“ bezeichnet und durchfließen lassen soll, sehr wohl meine ist, weil ich doch alles bin. Es ist nur nicht das, worauf ich zurzeit den Fokus gelegt habe, es entspricht nicht meiner Wahl, und deshalb lasse ich es durchfließen – mit den Worten: Es tut mir leid, Ich liebe mich, Ich verzeihe mir, Ich danke dafür.

Ich weiß noch gar nicht, welche Wirkung sich im Außen zeigen wird, aber ich spüre schon jetzt die Wirkung der Sätze auf mich. Nicht nur, dass sie mich unwahrscheinlich stärken, sie helfen mir auch, immer und immer wieder, bei nahezu allen Situationen, mich daran zu erinnern, dass ich sie geschaffen habe. Mit ich meine ich im Grunde mein erweitertes Ich, das Wir in mir, die Kooperation von Mensch und Gott in meinem Ausdruck.

Um auf den Anfang zurückzukommen: ich habe mir angewöhnt, bei allem, was ich lese – zum Beispiel Nachrichten im Internet, Beiträge im Forum, oder was auch immer – diese Sätze laut zu sprechen, wenn ich durch die Nachricht oder den Beitrag eine Resonanz spüre. Es ist wie ein ganz leichtes Herzflimmern, schwer zu beschreiben, doch für mich sofort erkennbar. Das ist für mich das Zeichen, dass da etwas mit mir in Resonanz geht, also spreche ich die Sätze.

Das Wundervolle daran ist, dass es mir gleichzeitig eine unwahrscheinliche Gelassenheit schenkt, die aber paradoxerweise mit einer Lust auf Abenteuer und einer neugierigen Erwartung auf den Tag einhergeht.

 

Mittwoch, 11.08.2010

Irgendwie hänge ich immer noch in der Luft. Manchmal spüre ich, dass sie mich trägt, manchmal bilde ich mir ein, gleich falle ich. Doch kurz darauf die Erkenntnis: stimmt gar nicht. Heute Morgen beim Aufwachen zogen dann noch einige Bilder vor meinen Augen, wie eine Parade: früheres Geschehen, „Sorgen“, was in Zukunft passieren könnte. Ich habe sie extra in Anführungszeichen gesetzt, denn eigentlich sind es keine Sorgen, noch nicht einmal ein richtig unangenehmes Gefühl, nur hin und wieder so ein kleiner Schubser, wie, was wäre, wenn es doch nicht funktioniert.

Dann sage ich wieder die Sätze und auf einmal sehe ich eine Art Gesamtbild. Ich habe als Teil Gottes gewählt, dies alles zu erfahren, das Angenehme ebenso wie das scheinbar Unangenehme. Ich war in all diesen vielen Zeiten alles, arm/reich, dumm/klug, liebevoll/lieblos und das könnte ich nun endlos weiterführen. Ich habe mir einiges davon angesehen, habe in manches noch einmal hineingespürt, einiges konnte ich schneller akzeptieren, bei anderem dauerte es etwas länger. Manches habe ich unter Schmerzen integriert, anderes fügte sich wie von selbst in das Gesamtbild. Dann habe ich irgendwann gesagt: Ich wähle Freude, ich wähle, meinen Traum in diesem Leben zu leben und ihn mit anderen zu teilen.

Natürlich ändert das nicht alles schlagartig, und doch änderte es etwas. Ich erkenne, dass im Außen sich nun Hinweise zeigen auf das, was ich noch nicht vollständig integriert habe. Auch das gehört mir, aber das Außen muss es mir zeigen, es gehörte und gehört zur Dualität notwendig dazu und deshalb sage ich: Es tut mir leid. Doch nichts, mag es noch so schlimm scheinen, trennt mich von der Liebe. Also sage ich: Ich liebe mich. Dies lässt mich erkennen, dass alles in Ordnung war, selbst das Schlimmste, so wie es auch jetzt in Ordnung ist, denn anders war und ist Erfahrung nicht möglich. Deshalb sage ich: Ich verzeihe mir. Nun kann ich auch das integrieren, was bedeutet, dass es sich nicht mehr im Außen zeigen muss, ich kann weitergehen und damit jeder andere, der das auch möchte. Und deshalb sage ich: Ich danke dafür.

Und dann, weil das außerhalb meines menschlichen Vermögens liegt: Ich übergebe es dem Göttlichen. Und damit dem Teil in mir, der sich sehnte, sich als Mensch auszudrücken in einem Individuum, wie ich es bin. So wie dieses Göttliche sich danach sehnte, alles auszudrücken, über ganz viele einzelne Individuen. Es ist ein Teil von mir und doch so viel mehr. Und deshalb bin ich sowohl Ich als auch Alles. Und deshalb sind wir alle miteinander verbunden. Und nun kann ich voller Vertrauen sagen: Ich bin bereit, Wunder zu bezeugen.

Mir ist klar, dass dies eine etwas ungewöhnliche Betrachtung von Ho`oponopono ist. Aber das wäre nicht ich Ursula, wenn ich etwas nicht ungewöhnlich anginge. Diese Betrachtungsweise hat mir noch eine ganze Reihe weitere Erkenntnisse geschenkt. Zurzeit kann ich sie noch gar nicht richtig in Worte fassen. Aber vielleicht kommt auch dafür die Zeit.

 

Donnerstag, 12. August 2010

Wie seltsam sich manchmal die Kreise schließen. Heute morgen unter der Dusche – da streifen mich häufig plötzliche Erkenntnisse – wurde mir auf einmal bewusst, dass das, was ich im Moment mit diesen vier – respektive sechs – Sätzen tue und erlebe, wundervoll zu dem passt, was ich für nächstes Jahr als Ausbildungsangebot geplant habe. Da hatte ich vor einiger Zeit die Idee, eine Akademie zu gründen, in der sich Schamanismus und Sprache begegnen sollen, mir war nämlich klar geworden, wie wichtig es ist, achtsam mit unserer Sprache umzugehen. Worte und Sätze sind so viel mehr als nur eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Ich hatte doch selbst erlebt, wie sich Kritik auf einen auswirken kann. Und andererseits wie heilsam entsprechende Wörter und Sätze wirken können. Wieso war ich nicht auf die Idee gekommen, dass die Ho `oponopono Sätze auch hierhin gehören? Habe ich mir das alles kreiert, damit ich auch sie in das Konzept aufnehme?

Ich weiß, dass Sprache nicht jedermanns Sache ist, viele Menschen erfahren über andere Signale mehr. Doch bei mir ist es nun einmal so, dass ich sehr viel mehr erfasse, als in den einfachen Buchstaben und Wörtern zu stecken scheint. Es hat lange gebraucht, bis mir das bewusst wurde. Wenn andere ihre Informationen beschreiben mit: Ich sehe da … dann müsste ich sagen: ich höre, … Und doch stimmt es nicht ganz. Denn ich sehe auch, wenn ich zum Beispiel etwas lese.

Gestern, bei der Patientin, ist es mir noch deutlicher geworden. Da habe ich wesentlich mehr gehört, als das, was sie mir erzählte. Plötzlich hatte ich das Gefühl, ich weiß alles über sie – übertrieben formuliert. Ich hörte in fast jedem Satz, den sie sprach, Hinweise. Ich merkte es aber auch an dem, wo sie gar nicht aufhören konnte, weiter zu erzählen. Und ich ließ sie.

Ich habe es vor einiger Zeit bei einem der neuen Kinder erlebt. Da war noch so viel mehr, als sie erzählen konnte. Denn sie hat das Problem, dass sie gar keine Worte findet für die Fülle an Informationen, die in einem Moment auf sie einprasseln. Und seltsam, dieses Kind fühlt sich anscheinend gerade bei mir, die mir doch Worte so wichtig sind, wohl.

Die letzte Zeit hat mich aber noch einiges andere gelehrt. Bisher war die Idee, diese besondere Akademie zu gründen, einfach eine Idee, die mich begeisterte, bei der ich spürte, dass dies ein Traum meines Herzens ist. Auf einmal fühle ich noch eine ganz andere, eine neue Qualität. Ich merke nun, dass dies irgendwie heilsam ist, dass es der Klärung dient – wovon auch immer – und der Balance. Vor allem aber hilft es auch, die Grenzen zu erkennen, die wir uns selbst gesetzt haben, und die wir nun, wenn wir denn wollen, auch wieder einreißen können. Das Ganze erhält plötzlich eine zusätzliche Sanftheit, die vorher nicht da war, die sich nun wundervoll mit der Klarheit, die ich schon vorher bemerkte, paart. Und hinzu kommt eine ganz neue Form von Kraft und Stärke, die anscheinend in der Klarheit liegt und sich bei mir in einer Art Unbeirrbarkeit äußert. Seltsamerweise bestärken mich darin ausgerechnet die vier Sätze – auch wenn sich das im Moment widersprüchlich anhören mag.

 

 

Copyright August 2010 Ursula Zauns

Diese Information kann vollständig oder teilweise frei verteilt werden unter der Voraussetzung, dass die Information kostenlos und diese Anmerkung angehängt ist.

 

 

 

Über Ursula Zauns

Biologin, Heilpraktikerin, Schriftstellerin, Euklamatiker - oder einfach ein Punkt im Universum, ein göttlicher Funke in menschlichem Gewand
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