Bin ich ein Sonderling?

Komische Frage, wird so mancher denken. Allerdings ist für Menschen, die Kryon als alte Seelen bezeichnet, dies keine so ungewöhnliche Frage. Denn die meisten von uns haben sich immer ein bisschen anders gefühlt als die große Masse. Früher haben wir das nur nicht verstanden. Jedenfalls ging mir das so. Es hat Zeiten gegeben, da ich aus genau diesem Grund nichts von mir preisgab. Zwar fügte ich mich nicht einfach in das Schema der Masse ein, litt aber still darunter, dass die anderen mich etwas schief ansahen, und hätte um keinen Preis erzählt, was ich wirklich dachte und fühlte.

Das hat sich zum Glück in den letzten Jahren – und es sind bei mir richtig viele – geändert. Je mehr ich mich dem Anderssein gestellt habe, je mehr ich zu mir stand, desto mehr liebevolle Weggefährten lernte ich kennen. Die sind zwar nicht unbedingt genau so wie ich – schreckliche Vorstellung, ehrlich gesagt – sind aber ebenfalls anders als die Masse und können mich so akzeptieren, wie ich bin, ohne gleich zu fragen, was ich denn meine oder wie ich denn auf die Ideen gekommen wäre.

Ganz selten einmal stelle ich mir dann doch wieder so Fragen wie die im Titel. Das ist dann, wenn ich feststelle, dass auch unter den spirituellen Weggefährten die meisten etwas anders sehen als ich. Natürlich weiß ich, dass ich keiner bin, oder wenn doch, dann ist jeder von uns ein Sonderling.

Heute hatte ich mal wieder so ein Thema und nach sehr langer Zeit habe ich mir noch einmal Karten gelegt. Zuerst nahm ich das normale Tarot und durfte dann feststellen, dass das bei mir nicht wirklich funktioniert. Die Antworten passten nicht richtig. Bei einigen Karten konnte ich die Hinweise gut nachvollziehen, bei anderen ergaben sie gar keinen Sinn.

Nun könnte mir jemand sagen, genau da sei eine Blockade oder ein blinder Fleck. Da ich das weiß, habe ich in einer schamanischen Reise nachgefragt und regelrechtes Gelächter meiner Helfer geerntet. Dann kam allerdings ein hilfreicher Hinweis: nimm das Indianertarot zur Interpretationshilfe. Das tat ich dann auch und siehe da, auf einmal machten die Karten sehr wohl Sinn, sogar sehr viel Sinn.

Soviel zu Karten, die nicht auf der gleichen Ebene sind, auf der wir uns befinden.

An einer Stelle sollte die Karte mir sagen, welche Tat oder Haltung mich unterstützen würde und ich hatte den Herrscher gezogen. Das war zwar eine der Karten, mit der ich etwas anfangen konnte, aber die Hinweise im Indianertarot waren sehr viel deutlicher. Ich habe begriffen: sei der Herrscher in deinem Reich und lasse dich nicht beirren. Nun ja, den Satz habe ich schon oft von meiner Seele gehört. Ich kann ihn allerdings manchmal wesentlich leichter annehmen als zu anderen Zeiten.

 Aus all dem ergibt sich aber noch eine weitere Schlussfolgerung für mich. Wir schätzen uns nicht immer richtig ein, das ist wohl wahr. Aber ebenso oft, wie wir die Augen verschließen, weil uns etwas wehtun könnte, wir uns schlecht damit fühlen, ja ebenso oft bilden wir uns ein, wir könnten noch nicht so weit sein, oder wir müssten noch einmal tiefer nachsehen, weil wir bestimmt die Augen vor einer Unzulänglichkeit verschlossen hätten. Mir kommt jetzt so die Idee, dass ich wirklich ein Sonderling bin. Ich nehme mir heraus, dass niemand so gut weiß wie ich, was wirklich in mir ist. Ich bilde mir ein, dass kein anderer es besser weiß als ich – wenn es mich betrifft. Hört sich das eingebildet an? Ich gehe aber auch davon aus, dass das für jeden Menschen gilt – wenn er es denn zulässt.

Ich finde es lustig, wie wir unser Leben kreieren. Es gibt Tage, da stolpern wir über ein Thema mehrere Male. Ich weiß inzwischen, dass es dann angesehen werden will. Nun, dieses Thema hat sich heute mindestens dreimal gemeldet, das ist auf jeden Fall zweimal zuviel, um es einfach zu übersehen. Die anderen Erkenntnisse will ich aber in einem eigenen Text festhalten und nicht hier an der Stelle. Dort werde ich auch noch eine Erkenntnis zu den nicht passenden Karten festhalten.

Über Ursula Zauns

Biologin, Heilpraktikerin, Schriftstellerin, Euklamatiker - oder einfach ein Punkt im Universum, ein göttlicher Funke in menschlichem Gewand
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