Unlogik in der Logik – oder umgekehrt

In der letzten Zeit fällt mir immer häufiger auf, dass Dinge, die früher logisch waren – oder wenigstens so erschienen – es nicht mehr sind. Da gab es über Jahre, ja eigentlich mein ganzes Leben lang, Situationen und wenn ich so oder so reagierte, kam ein entsprechendes Ergebnis heraus.

Ich weiß ja inzwischen, dass die Hinweise, die ich erhalte, nicht unbedingt so zu interpretieren sind, wie es uns die Schulwissenschaft weis machen möchte. Aber auch die neueren, angeblich spirituellen, neuenergetischen Erklärungen und Hinweise funktionieren nicht mehr. Da fragst du dich natürlich irgendwann, woran du dich überhaupt noch halten sollst. Es scheint nichts, aber auch gar nichts mehr reproduzierbar zu sein. Selbst die Unlogik nicht. Denn so manches Mal funktioniert es dann eben doch wieder. Und warum gerade jetzt – frage ich mich dann.

Besonders auffällig ist es für mich im Bereich der Heilkunde. Wenn ich an meine Zeit des Studiums und in der Pharmaindustrie denke, gab es ganz klare Richtlinien, an die man sich halten konnte und musste und die einem halfen, Ergebnisse zu interpretieren. Irgendwann merkte ich, dass das bei mir nicht so wirkt. Also wechselte ich über zur Naturheilkunde. Die Regeln sind andere, die eingesetzten Mittel sind andere, die Beschreibungen natürlich auch. Aber die Logik hinter allem ist immer noch die gleiche. Wenn ich also in das andere Denkschema umsteige, sollte es wieder klappen. Denkste!! Das tut es vielleicht eine gewisse Zeit und dann ist wieder alles beim Alten – das soll bedeuten, nichts ist wirklich erklärbar.

Wenn ich das alles loslasse und mich in die andere Welt der inneren Reise begebe, dann sehe ich eine andere Art von Logik, ich habe sie innere Logik genannt. Dann erhalte ich Hinweise und Ursachenerklärungen, die funktionieren – manchmal. Fast genau so oft scheint aber auch das nicht zu gehen. An dem einen Tag ist sofort eine Erklärung da, am anderen nicht. Einmal ist sofort Wirkung da, ein anderes Mal nicht. Und manchmal wirkt es, weil es erklärbar war, und manchmal obwohl es nebulös blieb. Umgekehrt gilt das Ganze natürlich ebenfalls. Ich kann es letztendlich auf alle Bereiche meines Lebens ausdehnen, es stimmt fast überall – fast.

Ich hatte mir schon eingebildet, es ginge nur mir so. Sah ich doch bei anderen Menschen anderes – dachte ich zumindest. Bis ich dann feststellen durfte, dass es bei den einen so, bei den anderen anders und bei wieder anderen mal so und mal so ist.

Tom Cowan sagte mal in einem Seminar: Wenn es unlogisch wird, dann seid ihr in der Anderswelt. Ich habe mich schon allen Ernstes gefragt, ob ich mich vielleicht schon ständig in der Anderswelt aufhalte. Seltsamerweise können mich aber die anderen Menschen immer noch wahrnehmen. Das ist eigentlich wieder unlogisch. Denn schließlich sind das Menschen, die ja auch keine Feen und Elfen sehen können – und ich kann sie mit offenen Augen auch nicht sehen – meistens.

Am meisten nerven mich diese Geschichten im Zusammenhang mit der Technik. Man sollte doch glauben, dass wenigstens die die alte Logik beibehält. Aber auch dem ist nicht so – manchmal.

In den letzten Tagen und Wochen gab es zwei Gelegenheiten, bei denen ich mir dieses Spiel etwas mehr aus der Nähe ansehen konnte. Die Teile des Ganzen folgten ein wenig schneller aufeinander als meistens. Das eine war ein körperliches Problem, das sich so unlogisch gezeigt hat, dass ich nur noch staunen kann. Die alten Mittel halfen überhaupt nicht. Erklärungen über Organsprache oder Botschaften von Krankheiten ergaben keinen Sinn und die spirituellen Hinweise auf Veränderungen in unserem Körper passten auch nicht. Himmel, wo soll ich denn noch hinsehen, dachte ich mir. Dann erhielt ich Erklärungen – Ahnen, frühere Leben und noch so ein par hübsche Dinge. Die Wirkung war, dass ich mich besser fühlte, aber in meinem Körper hatte sich scheinbar nichts verändert. Scheinbar deshalb, weil ich das Gefühl habe, dass sich da sehr wohl etwas tut, aber etwas, das im Außen nicht fassbar ist.

Ich sah zum ersten Mal einen größeren Zusammenhang. Mir kam die Idee, dass wir mit unserer Logik etwas flächig erfassen, was räumlich und zeitlich ist. Ich erkannte regelrecht die aufgewickelten Dimensionen, wie ich es einmal in einem Physikbuch abgebildet sah. Das Dumme ist, dass dieser Anstoß dieser aufgewickelten Punkte (damit sie sich entfalten) immer eher zufällig passiert. Ich kann nicht – wie in der alten Physik – planen, es zu tun. Ich kann es noch nicht einmal mit einer schamanischen Reise erzwingen, obgleich ich weiß, dass es so gehen kann.

Ja, selbst das Bauchgefühl, die Intuition funktioniert nicht immer. Und es scheint mir inzwischen totaler Blödsinn zu sein, diese schulen zu wollen. Da will ich auch etwas flächig gestalten, was in Raum und Zeit ist.

Nun, die zweite Geschichte hat mit meinem beruflichen Weg und meinem Herzenswunsch zu tun. Da hatte ich etwas in Gang gesetzt, das wirklich meiner Leidenschaft entspricht. Ich gestaltete einen Tag, setzte es in mehrere Zeitungen, ins Internet und was weiß ich noch wo hin. Ich ließ die Erwartungen los, was geschehen solle. Und dann wurde es sehr merkwürdig. In einer Zeitung, in der sonst immer veröffentlicht wird, erschien meine Pressenotiz nicht. Seltsam – aber gut, wer weiß, warum es so ist.

Dann erschienen kaum Leute, aber es war sehr schön. Und dann tauchte eine Frau auf, hier aus dem Ort, sie hatte nichts gesehen und gelesen, hatte gar keine Ahnung, was ich an diesem Tag vorgehabt hatte. Aber sie hatte mein Verlagsschild gesehen. Sie hatte eigentlich in die Kirche gehen wollen, die war aber abgeschlossen – und da es regnete, kam sie zu mir. Jetzt bin ich natürlich gespannt, was daraus entsteht. Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Aber witzigerweise hat die Arbeit, die ich wegen des Körperproblems gemacht hatte, Wirkung gezeigt. Dabei war ich unter anderem an ein Leben in der Steinzeit gekommen. Damals hatte mein Ausdruck den Teil abgegeben der einfach wusste, dass alles gut wird. Den hatte ich mir wiedergeholt. Ich bin so sicher, dass alles in Ordnung ist, wie ich es noch nie war. Das ist nicht mehr im Kopf, dass ist auf einmal ein Lied, das mein Körper singt. Und das, obwohl doch im Grunde alles so unsicher ist, wie es noch nie war. Total unlogisch, nicht wahr?

Diesen Text schrieb ich schon vor ein paar Jahren. Ich habe das Gefühl, er ist stimmiger denn je. Immer noch scheint alles unlogisch – und dann doch wieder auf andere Art logisch. Inzwischen aber habe ich mich zumindest ein wenig daran gewöhnt und sogar ein paar Erklärungsversuche gefunden.

Was ich zu den Körpererscheinungen schrieb, hat anscheinend noch zugenommen, das geht zumindest mir so, sowohl bei meinem Körper als auch bei den Leuten, die zu mir kommen. Da es aber so oft eintrifft, gehe ich natürlich anders damit um.

Es ist wohl so, dass sich die Stimme unserer Seele immer mehr und lauter meldet – und das eben nicht in der uns früher gewohnten Logik sondern mit einer ihr eigenen uns noch fremden Logik. Es ist zum einen Übungssache, dies immer mehr und besser zu verstehen. Vor allem ist dabei auch Vertrauen und Geduld gefragt – denn unsere Seele kennt Zeit nicht in dem Sinne und Ausmaß wie wir auf der Erde.

Dann – so habe ich das Gefühl – macht sich auch immer mehr der Übergang von der 3D-Welt (oder besser 4D, wenn wir die Zeit mitzählen) hin zur Multidimensionalität bemerkbar. Ich hatte mir eine zeitlang dazu vorgestellt, dass manche von uns in einer Art multidimensionaler Blase leben, einer Blase, die noch in der Ausbildung begriffen ist. Sie hilft uns, nicht voll in 3D-Probleme einzusteigen und doch mitzubekommen, was in 3D vorgeht. Nun hat Kryon ein anderes Bild vorgestellt. Hier ist es die 3D-Blase, die uns umgibt, und um uns herum befindet sich schon Multidimensionalität.

Diese ist, bedingt durch all unsere Arbeit, tiefer in unser irdisches Dasein eingedrungen – das ist ja genau das, wofür wir im Grunde gearbeitet haben. Nun wird die 3D-Blase durchlässig und löcherig (wenn wir es zulassen), damit wir uns immer mehr und tiefer auch als Mensch auf und in die Multidimensionalität einlassen können.

Diese beiden Bilder scheinen sich zu widersprechen, und genau hier – so habe ich das Gefühl – beginnt diese neue Art von Logik sich zu verdeutlichen. Es ist nicht das eine oder das andere sondern eben beides. Ich könnte jetzt sogar behaupten: wer schon vorher mehr oder weniger in einer Art multidimensionaler Blase gelebt hat, hat es nun leichter, seine alte 3D-Blase aufzulösen, um in der nun präsenten Multidimensionalität sich zu verwirklichen.

War es vorher für die Multi-Leute (ich will sie jetzt mal so nennen – kleiner Scherz am Rande) schwerer als für andere, so wird es inzwischen für die 3D-Leute immer schwieriger und für uns Multis immer leichter. Zu diesem Leben in der Multidimensionalität gehört aber eben auch eine vollkommen andere Art von Logik, da gilt zwar 1+1=2 auch noch – aber eben nicht immer. Das heißt für mich: wir sind in der Zukunft gefordert, uns immer wieder bewusst zu machen, dass es so und so sein kann, dass alles der alten aber auch der neuen Logik folgen kann – und vielleicht sogar manchmal beidem. Doch es gibt – so glaube ich – Hilfe für uns bei diesem seltsamen und doch so herrlichen Weg: Vertrauen und Liebe.

 

Über Ursula Zauns

Biologin, Heilpraktikerin, Schriftstellerin, Euklamatiker - oder einfach ein Punkt im Universum, ein göttlicher Funke in menschlichem Gewand
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