Stress – am besten entschleunigen

Wie so oft, kamen ein paar Hinweise zusammen. Da las ich einen Artikel in Schrot und Korn zu diesem Thema und dann wurde ich mal wieder vom WDR (1 Live) angesprochen – und auch hier ging es um Stress.

Es scheint ja wirklich für immer mehr Menschen ein Problem zu werden. Zu erkennen, warum das so ist, ist eine Sache – und vielleicht werde ich hier an dieser Stelle auch darüber einen Artikel veröffentlichen. Das andere ist, einfach ein paar Tipps zu geben, was der Einzelne denn tun kann. Dabei ist die erste Frage, ob es mal eben schnell gehen soll – was selbst schon wieder Stress machen kann – oder ob man sich das Thema genauer ansehen will.

Zuerst also ein paar Tipps – so mal eben auf die Schnelle für Anfänger. Die meisten der nach genannten Übungen stammen aus der Kinesiologie. Doch ich gebe noch ein paar zusätzliche Hinweise.

Stirn/Hinterkopf halten

Lege die Finger einer Hand auf die Stirnbeinhöcker (genau zwischen Augenbraue und Haaransatz oberhalb der Iris) und die andere auf deinen Hinterkopf.

 Dies hilft dir, Stress abfließen zu lassen, was du möglicherweise regelrecht spüren kannst, evtl. sogar als elektrische Schläge.

Stirn/Hinterkopf Variante

Lege eine Hand auf die Stirn, die andere auf den Hinterkopf. Für manche Menschen ist dies angenehmer, als mit den Fingern die Stirnbeinhöcker zu halten. Die Wirkung ist die gleiche.

Überkreuzbewegungen

Bewege jeweils die entgegengesetzten Extremitäten zueinander. Also rechte Hand zu linkem Knie, linke Hand zu rechtem Knie, oder Arme im Nacken verschränkt, rechter Ellbogen zu linkem Knie, linker Ellbogen zu rechtem Knie. Lass deiner Phantasie freien Lauf.

 Diese Übung dient der Integration der Gehirnhälften, balanciert sie aus und fördert die Kommunikation zwischen rechter und linker Gehirnhälfte.

Augenpunkte

Massiere die Augenpunkte an deinem Hinterkopf. Sie liegen in zwei Vertiefungen rechts und links unterhalb des Schädelrandes, auf der Höhe der Oberkante der Ohren.

 Diese Übung hilft vor allem müden Augen. Sie ist wundervoll bei langem Autofahren oder langer Tätigkeit am Computer.

Mayahaltung

Lege deine Hände überkreuz auf deine Schultern, also linke Hand auf rechte Schulter, rechte Hand auf linke Schulter. Verharre einige Zeit so.

 Auf diese Art und Weise verbindest du deine beiden Körperseiten, das bewirkt, dass die Energien wieder überkreuz fließen können. Außerdem schützt das Armkreuz dein Herzchakra.

Schulter-Knie-Ausgleich

Setz dich bequem hin, leg die rechte Hand auf das linke Knie und die linke Hand auf die rechte Schulter. Verharre. Dann wechsle, linke Hand auf das reche Knie, rechte Hand auf die linke Schulter. Wieder eine Zeit verharren. Wenn du spürst, dass es ausreicht, löse alles und atme tief durch.
 
 Auch diese Übung bewirkt einen verbesserten Energiefluss der einen zur anderen Körperseite.
Das waren alles Körperübungen, doch es gibt auch noch wundervolle Helfer. Da sind zum einen CDs mit Entspannungsmusik zu nennen, allerdings sollte man sich dazu auch die Zeit nehmen und zumindest für einige Minuten nichts anders tun als der Musik zuzuhören. Vielleicht gibst du ja zusätzlich noch ein paar Tropfen Lavendelöl in eine Duftlampe, auf einen Duftstein oder auf ein Taschentuch und atmest diesen Duft tief ein. Denn damit bewirkst du noch etwas anders – tiefes Durchatmen. Die meisten Menschen atmen viel zu flach – typisches Zeichen für Stress.

Das waren nun ein paar Hinweise sozusagen für den Akutfall – und ich kenne noch mindestens eben so viele weitere. Das andere aber ist, dass wir unser Leben entschleunigen sollten, wenn wir von Stress geplagt werden. Die meisten Menschen behaupten, das ginge nicht und dann zählen sie alles auf, was sie angeblich tun müssen. Doch schon allein dieses Gefühl, es zu müssen und nicht es zu wollen, macht Stress. Hier gibt es nur eines – die Bremse ziehen – denn sonst zieht irgendwann der Körper die Notbremse.

Fang damit an, dass du dir jeden Tag ein paar Minuten für dich nimmst – und nur für dich. Da bist du für niemanden erreichbar und tu in diesen paar Minuten etwas, von dem du weißt, dass es dir guttut. Zusätzlich solltest du dir einmal in der Woche – mindestens aber einmal im Monat, eine ganze Stunde nur für dich Zeit nehmen. Da bist du nicht erreichbar – kein Telefon, kein Handy, kein Internet, keine Klingel, nichts, was dich stören kann. Es ist unwichtig, ob du in der Stunde joggst, Musik hörst oder liest – oder noch etwas ganz anderes tust. Aber tue es mit aller Freude, Aufmerksamkeit und in dem tiefen Gefühl, dass dies dir guttut und du dir das wert bist.

Über Ursula Zauns

Biologin, Heilpraktikerin, Schriftstellerin, Euklamatiker - oder einfach ein Punkt im Universum, ein göttlicher Funke in menschlichem Gewand
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